Bodenbelag
Bodenbelag
Der Begriff Bodenbelag bezeichnet den in Gebäuden ausgelegten Nutzbelag von Räumen. Eine große Materialvielfalt hat diverse Fachbetriebe hervorgebracht, die sich auf einzelne Materialien oder Techniken spezialisiert haben. Seit der Reform der Handwerksrolle dürfen sich nicht mehr nur Meister sondern auch Gesellen mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen. Welche Bodenbeläge gibt es? Es gibt zwei Arten von Bodenbelag: Textile und nicht-textile Beläge. Zu den textilen Bodenbelägen gehören Teppichböden aller Art. Sie werden vollflächig im ganzen Raum verlegt. Die verwendeten Fasern bestehen aus natürlichen Materialien von Pflanzen oder Tieren, aus chemisch-cellulosischem Material oder aus synthetischen Kunstfasern. Der Bereich nicht-textiler Bodenbeläge ist weitaus umfangreicher. Neben mineralischen Belägen wie Naturstein, keramischen Fliesen und Steinpflaster gibt es elastische Beläge. Dazu zählen Linoleum und PVC. Die dritte Gruppe der nicht-textilen Bodenbeläge hat derzeit die größte Nachfrage. Zu den Hartbelägen gehören Laminat, Parkett, Dielenböden und Holzpflaster. Welche Berufsgruppen verlegen Bodenbeläge? Erst seit dem Jahr 2002 gibt es die Berufsbezeichnung Bodenleger in Verbindung mit einem Ausbildungsberuf. Das Gewerbe der Bodenleger befasst sich mit dem Verlegen, Gestalten und Instandsetzen von elastischen und textilen Bodenbelägen. Dazu gehören Parkette, Laminate, Teppichböden, Linoleum und PVC. Teppiche, PVC und Linoleum werden den Raummaßen entsprechend zurechtgeschnitten und ausgelegt. Meistens werden die Beläge mit dem Boden verklebt, um ein Wegrutschen und Verziehen zu vermeiden. Laminate und Parkette bestehen aus vielen Einzelelementen, die schwimmend im Raum verlegt werden. Unter Laminat wird eine Trittschalldämmung ausgelegt. Parkettboden wird nach dem Verlegen versiegelt, um die Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Ein anderer Berufszweig, der sich mit dem Verlegen von Bodenbelägen befasst, sind Fliesenleger. Sie haben sich auf mineralische Beläge spezialisiert. Im Innen- und Außenbereich, auf dem Boden und an Wänden verlegen sie mit Hilfe von Mörtel oder Kleber Fliesen und Platten. Zu ihren Aufgaben gehört die Planung, Gestaltung und Umsetzung von Fliesenkonzepten. Ein Fachbereich der Fliesenleger sind die so genannten Mosaikleger. Sie weisen die gleichen handwerklichen Fähigkeiten wie ihre Kollegen auf, verfügen darüber hinaus aber über Fachwissen und künstlerisches Geschick. Werden Mosaike als Bodenbelag verwendet, so dienen sie weniger als Nutzbelag, sondern mehr als architektonisches Stilmittel. Mosaikleger absolvieren eine Ausbildung als Fliesenleger und können sich im Anschluss durch Fortbildungen weiter qualifizieren. Branchenübergreifende Zusammenarbeit Bei grundlegenden Bauarbeiten an Häusern oder wenn Neubauten entstehen sind Bodenleger oder Fliesenleger mit die letzten Handwerker auf dem Bau. Vorher werden im Boden Heizungsrohre verlegt, in den Wänden wird die Elektrik gemacht und Gas-und Wasserinstallateure verlegen Rohre und bringen sanitäre Anlagen an. Erst ganz zum Schluss werden Bodenbeläge verlegt. Dadurch wird das Material vor Einflüssen während der Bauphase geschützt. Für das individuelle Erscheinungsbild von Räumen sind Bodenbeläge von ausschlaggebender Bedeutung. Zusätzlich zur Optik entscheidet die Nutzungsart über die Bodenbelagsform. Stark strapazierte Räume mit speziellen Ansprüchen an Hygiene erfordern leicht zu reinigende Materialien, wohingegen Privaträume und Kinderzimmer gemütlich wirken sollen.









