Heizung
Heizung
In Zeiten des Klimawandels kommt dem Thema Heizen eine große Bedeutung zu. Immer mehr Immobilienbesitzer investieren in effiziente Wärmedämm- und energiesparende Heizsysteme. Dabei nehmen Heizsysteme, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden, einen immer höheren Stellenwert ein. Beim Einsatz von Heizsystemen, wie Wärmepumpen und Holzheizungen, sind jedoch wichtige Voraussetzungen zu beachten, um Enttäuschungen und Fehlinvestitionen zu vermeiden. Die ideale Heizung für jedermann gibt es daher nicht, es sind zunächst die Gegebenheiten vor Ort und das zu beheizende Gebäude in die Planung mit einzubeziehen. Im einzelnen: Brennwertkessel - Die Zukunft liegt hier Heizungen mit Brennwerttechnik haben nach wie vor eine große Zukunft und die höchste Primärenergie-Ausnutzung aller konventionellen Heizsysteme. Brennwertkessel können sowohl mit Gas als auch mit Öl betrieben werden, was sie für viele Gebäude interessant und nutzbar macht. Dabei liegt der Ausstoß von Schadstoffen erfreulich niedrig. Eine Kesseltemperatur, die durch Außenfühler gesteuert wird sowie groß dimensionierte Heizkörper erhöhen die Effektivität eines Brennwertkessels. Elektro-Nachtspeicherofen - Ein Auslaufmodell Mit Inkrafttreten der neuen Energieeinsparverordnung am 1. Oktober 2009 sind die Tage von Elektro-Nachtspeicheröfen gezählt. Danach sind ab 2020 derartige Heizungen stufenweise außer Betrieb zu nehmen. Dies gilt insbesondere für 30 Jahre alte Heizungen (außer Fußbodenheizungen). Holzheizung - Eine echte Alternative? Holz bietet als nachwachsender und klimaneutraler Rohstoff eine Alternative zu Gas und Öl. Der Kunde hat die Wahl zwischen Holzvergaserkesseln, die entweder mit Verbrennungsluftklappen oder einem Verbrennungsluftgebläse ausgestattet sind. Bei der ersten Variante wird ein Schornsteinzug benötigt. Holzheizungen können entweder mit Pellets oder mit Scheiten befeuert werden. Eine Holzpelletheizung eignet sich auch für den Einsatz in Niedrigenergie- und Passivhäusern, die sinnvollerweise mit einer Solaranlage für die Warmwasserbereitung verbunden werden sollte. Allerdings ist bei zunehmendem Einsatz von Holzheizungen mit steigenden Holzpreisen zu rechnen. Auch die Feinstaubbelastung sollte nicht unterschätzt werden. Offene Kamine und Kaminöfen sind dagegen wahre Energieschleudern und nicht empfehlenswert. Niedertemperaturkessel - Nicht die erste Wahl Unmittelbar hinter dem Brennwertkessel folgt der Öl- oder Gas-Niedertemperaturkessel mit dem zweithöchsten Brennwert-Nutzungsgrad. Da dieses Heizsystem die Kondensationswärme nicht nutzen kann, handelt es sich dennoch um eine veraltete Technik. Die niedrigen Anschaffungskosten werden durch teure Betriebskosten aufgezehrt. Außerdem sind nach der neuen Energiesparverordnung verbesserte Wärmedämmmaßnahmen erforderlich. Öl-Niedertemperaturkessel können alternativ auch mit Rapsöl befeuert werden, was in Zeiten steigender Rohölpreise an Bedeutung gewinnen könnte. Solarheizung - Ein schöner Traum Heizen mit Solarenergie ist lediglich in Passivhäusern empfehlenswert, kommt jedoch nur mit einer zusätzlichen Wärmequelle als Heizsystem in Betracht und wird hauptsächlich zur Brauchwassererwärmung eingesetzt. Wärmepumpen - Das Nonplusultra? Wärmepumpen erfahren einen regelrechten Boom, jedoch sollte beachtet werden, dass sich Wärmepumpen nur für gut gedämmte Häuser eignen, die idealerweise über eine Fußboden- oder Wandheizung verfügen. Wärmepumpen beziehen ihre Energie, indem sie der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich Wärme entziehen und damit das Heizwasser anreichern. Dabei ist der Einsatz von Erdsonden, die die Wärme der Sole anzapfen, nur bei idealen geologischen Gegebenheiten sinnvoll. Die Verlegung von Erdkollektoren erfordert große Flächen, die nur als Gartenland genutzt werden können. Luft-Wärmepumpen sind von allen Wärmepumpensystemen die ineffektivsten und können unangenehmen Lärm verursachen. Nicht zu unterschätzen sind die Stromkosten, die für die Betreibung der Wärmepumpe erforderlich sind. Je größer der Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Heizungswasser, je höher ist der Stromverbrauch. Heizungsanlagen - Nur vom Fachmann! Heizungsanlagen sind komplexe Systeme, deren Einbau nur vom Heizungsinstallateur in enger Zusammenarbeit mit dem Schornsteinfeger vorgenommen werden sollte. Durch regelmäßig durchgeführte Wartungen vom Fachmann können die Heizkosten erheblich verringert werden.









